Netto, PKV, Stufen
Zusatzversorgung bei der VBL: was Tarifbeschäftigte selbst zahlen
Neben der gesetzlichen Rente sorgen Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes für eine Betriebsrente. Einen Teil der Finanzierung tragen die Beschäftigten selbst. Der Rechner zieht diesen Anteil als eigene Zeile ab.
Netto im Monat, TV-L E 10 Stufe 3
2.854 €
4.599,41 € brutto · Tabelle ab 1. April 2026
| Tabellenentgelt E 10, Stufe 3 | 4.599,41 € |
| Lohnsteuer | − 676 € |
| Rentenversicherung | − 428 € |
| Arbeitslosenversicherung | − 60 € |
| Krankenversicherung (8,45 %) | − 389 € |
| Pflegeversicherung (2,40 %) | − 110 € |
| Zusatzversorgung (1,81 %) | − 83 € |
| Netto im Monat | 2.854 € |
Jahressonderzahlung mit dem Novembergehalt: 74,35 % des Monatsentgelts, 3.420 € brutto, etwa 1.720 € netto.
Veröffentlicht für 1. Januar 2027: 4.599,41 € brutto in dieser Stufe.
Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026
Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg
| Ab | Stufe | Brutto | Netto im Monat |
|---|---|---|---|
| 1. Oktober 2026 | 3 | 4.599 € | 2.854 € |
| 1. Oktober 2029 | 4 | 5.053 € | 3.081 € |
| 1. Oktober 2033 | 5 | 5.652 € | 3.373 € |
| 1. Oktober 2038 | 6 | 5.815 € | 3.450 € |
§ 16 Abs. 3 TV-L: gleiche Stufenlaufzeiten wie im TVöD. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Ab Stufe 3 kann der Arbeitgeber die Laufzeit nach Leistung verkürzen oder verlängern (§ 17 Abs. 2).
Tarifbeschäftigte von Bund und Ländern sind bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, der VBL, pflichtversichert. Sie erwerben dort eine Betriebsrente, die zur gesetzlichen Rente hinzukommt. Finanziert wird sie überwiegend vom Arbeitgeber, aber nicht nur: Im Abrechnungsverband West zahlen Beschäftigte 1,81 % ihres zusatzversorgungspflichtigen Entgelts, nämlich eine Umlage von 1,41 Prozent und einen Beitrag von 0,40 Prozent. Im Abrechnungsverband Ost ist der Anteil mit 4,25 % deutlich höher, weil dort ein Kapitaldeckungsverfahren aufgebaut wird. Für eine Landesbeschäftigte in E 10 Stufe 3 mit 4.599,41 € brutto sind das 83,25 € im Monat im Westen und 195,47 € im Osten. Netto bleiben 2.853,75 € oder 2.741,53 €. Viele Kommunen sind nicht bei der VBL, sondern bei einer eigenen Zusatzversorgungskasse mit anderen Sätzen; dann wählen Sie im Rechner „keine oder andere Kasse“ und vergleichen mit Ihrer Abrechnung. Die Differenz ist Ihr Anteil.
Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
Die Sätze der VBL
Die VBL beschreibt die Finanzierung der VBLklassik getrennt nach Abrechnungsverbänden. Im Westen: Umlage des Arbeitgebers 5,49 %, Umlage der Beschäftigten 1,41 Prozent, dazu ein Beitrag der Beschäftigten von 0,40 Prozent. Im Osten: Umlage des Arbeitgebers 1,06 %, der Anteil der Beschäftigten an Umlage und Beitrag zusammen 4,25 %. Diese Sätze nimmt der Rechner, wenn Sie West oder Ost wählen.
Was der Anteil im Netto ausmacht
| Fall | Brutto | VBL West | VBL Ost | Netto ohne ZV | Netto West |
|---|---|---|---|---|---|
| TVöD VKA E 5 Stufe 3 | 3.449,05 € | 62,43 € | 146,58 € | 2.315,48 € | 2.253,05 € |
| TVöD VKA E 8 Stufe 3 | 3.843,36 € | 69,56 € | 163,34 € | 2.532,47 € | 2.462,91 € |
| TV-L E 10 Stufe 3 | 4.599,41 € | 83,25 € | 195,47 € | 2.937,00 € | 2.853,75 € |
| TV-L E 13 Stufe 3 | 5.366,89 € | 97,14 € | 228,09 € | 3.332,11 € | 3.234,97 € |
| TVöD Bund E 15 Stufe 5 | 7.811,37 € | 141,39 € | 331,98 € | 4.609,23 € | 4.467,84 € |
Im Westen kostet die Zusatzversorgung eine Beschäftigte in E 5 Stufe 3 also 62 € im Monat, in E 13 Stufe 3 des TV-L 97 €. Der Anteil steigt im selben Verhältnis wie das Entgelt. Im Osten ist er mehr als doppelt so hoch.
Was der Rechner nicht enthält
Die Umlage des Arbeitgebers ist nur zum Teil steuer- und beitragsfrei. Den übersteigenden Teil behandelt das Steuerrecht als Arbeitslohn, den der Arbeitgeber pauschal versteuern kann; in der Sozialversicherung wird ein Betrag nach § 1 der Sozialversicherungsentgeltverordnung hinzugerechnet. Das erhöht in manchen Fällen die Sozialbeiträge um einige Euro. Weil die Höhe von der Abrechnungspraxis des Arbeitgebers abhängt, lässt der Rechner diesen Teil weg. Ihre Entgeltabrechnung weist ihn aus, wenn er bei Ihnen anfällt.
Kommunen sind oft nicht bei der VBL versichert, sondern bei einer kommunalen oder kirchlichen Zusatzversorgungskasse mit eigenem Satz. Wählen Sie dann im Rechner „keine oder andere Kasse“ und vergleichen Sie das Netto mit Ihrer Abrechnung; die Differenz ist Ihr Anteil.
West oder Ost: welcher Satz für Sie gilt
Die Zuordnung folgt dem Arbeitgeber. Beschäftigte von Bundesbehörden und Ländern, die im Abrechnungsverband West geführt werden, zahlen 1,81 %, im Abrechnungsverband Ost 4,25 %. Ein Umzug ändert daran nichts, ein Arbeitgeberwechsel kann es. Die Entgeltabrechnung weist den Abzug als eigene Position aus; der Prozentsatz lässt sich daraus leicht nachrechnen, indem Sie den Betrag durch das steuerpflichtige Brutto teilen. Stimmt er mit keinem der beiden Sätze überein, sind Sie wahrscheinlich bei einer anderen Kasse versichert.
Der Anteil zur Zusatzversorgung fällt auch auf die Jahressonderzahlung an. Im November ist der Abzug deshalb höher als in den anderen Monaten; der Rechner zieht ihn bei der Sonderzahlung ebenfalls ab.
Was die Zusatzversorgung später bringt
Die VBL rechnet die Betriebsrente nach einem Punktemodell: Jedes Jahr ergibt Versorgungspunkte, deren Höhe vom Entgelt und vom Alter abhängt. Die Höhe der späteren Rente zeigt Ihre jährliche Renteninformation der VBL. Beamtinnen und Beamte zahlen keinen solchen Anteil, ihre Versorgung folgt aus dem Beamtenversorgungsrecht; den Vergleich beider Wege zeigt die Seite Beamte oder Angestellte. Wie sich der Anteil auf die Sonderzahlung im November auswirkt, steht bei der Jahressonderzahlung.