Netto, PKV, Stufen
Tariferhöhungen 2026 bis 2028: was vereinbart ist und was noch offen
Drei Tarifverträge, drei Zeitpläne. Für die Länder und für Hessen sind die Tabellen bis 2027 und 2028 schon veröffentlicht, für Bund und Kommunen endet die Vereinbarung im März 2027.
Netto im Monat, TV-L E 11 Stufe 3
2.929 €
4.748,43 € brutto · Tabelle ab 1. April 2026
| Tabellenentgelt E 11, Stufe 3 | 4.748,43 € |
| Lohnsteuer | − 715 € |
| Rentenversicherung | − 442 € |
| Arbeitslosenversicherung | − 62 € |
| Krankenversicherung (8,45 %) | − 401 € |
| Pflegeversicherung (2,40 %) | − 114 € |
| Zusatzversorgung (1,81 %) | − 86 € |
| Netto im Monat | 2.929 € |
Jahressonderzahlung mit dem Novembergehalt: 74,35 % des Monatsentgelts, 3.530 € brutto, etwa 1.762 € netto.
Veröffentlicht für 1. Januar 2027: 4.748,43 € brutto in dieser Stufe.
Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026
Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg
| Ab | Stufe | Brutto | Netto im Monat |
|---|---|---|---|
| 1. Oktober 2026 | 3 | 4.748 € | 2.929 € |
| 1. Oktober 2029 | 4 | 5.368 € | 3.235 € |
| 1. Oktober 2033 | 5 | 6.059 € | 3.582 € |
| 1. Oktober 2038 | 6 | 6.234 € | 3.675 € |
§ 16 Abs. 3 TV-L: gleiche Stufenlaufzeiten wie im TVöD. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Ab Stufe 3 kann der Arbeitgeber die Laufzeit nach Leistung verkürzen oder verlängern (§ 17 Abs. 2).
Im öffentlichen Dienst gelten drei große Tarifverträge mit eigenen Erhöhungsrunden. Im TVöD für Bund und Kommunen gilt seit dem 1. Mai 2026 die letzte Stufe der Tarifeinigung vom 6. April 2025, nach 3,0 Prozent, mindestens 110 Euro, im April 2025 und 2,8 Prozent im Mai 2026. Die Vereinbarung läuft bis zum 31. März 2027; was danach kommt, ist offen. Für die Länder hat die Tarifrunde vom 14. Februar 2026 drei weitere Schritte festgelegt: 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro, zum 1. April 2026, dann 2 Prozent zum 1. März 2027 und 1 Prozent zum 1. Januar 2028; die Entgeltgruppe 1 Stufe 2 steigt zusätzlich zum 1. Januar 2027. Hessen hat mit der Einigung vom 27. März 2026 eigene Schritte zum 1. Juli 2026 und zum 1. Oktober 2027 vereinbart. Alle diese Tabellen sind veröffentlicht. Der Rechner nimmt immer die Tabelle, die am heutigen Tag gilt, und zeigt spätere Beträge im Stufenplan.
Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
TVöD: Bund und Kommunen
Die Tarifeinigung vom 6. April 2025 hat zwei Schritte gebracht: zum 1. April 2025 3,0 Prozent, mindestens 110 Euro, und zum 1. Mai 2026 weitere 2,8 Prozent. Seit dem Mai 2026 ist für Bund und Kommunen keine weitere Erhöhung vereinbart. Die Laufzeit endet am 31. März 2027; eine neue Tabelle setzt eine neue Einigung voraus.
| ab | Brutto | Netto | Status |
|---|---|---|---|
| 1. April 2025 | 4.089,07 € | 2.591,62 € | vorher |
| 1. Mai 2026 | 4.203,56 € | 2.650,98 € | gilt heute |
TV-L: die Länder bis 2028
Für die Beschäftigten der Länder außer Hessen hat das Einigungspapier vom 14. Februar 2026 den Fahrplan festgelegt. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder hat die Tabellen für jeden Schritt veröffentlicht: ab 1. April 2026, ab 1. März 2027 und ab 1. Januar 2028. In E 11 Stufe 3 macht das von Schritt zu Schritt 2,8 %, 0,0 %, 2,0 %, 1,0 % aus; der Schritt zum 1. Januar 2027 betrifft nur E 1.
| ab | Brutto | Netto | Status |
|---|---|---|---|
| 1. November 2025 | 4.619,10 € | 2.863,69 € | vorher |
| 1. April 2026 | 4.748,43 € | 2.928,95 € | gilt heute |
| 1. Januar 2027 | 4.748,43 € | 2.928,95 € | vereinbart, kommt noch |
| 1. März 2027 | 4.843,40 € | 2.976,57 € | vereinbart, kommt noch |
| 1. Januar 2028 | 4.891,83 € | 3.000,84 € | vereinbart, kommt noch |
TV-H: Hessen 2026 und 2027
Hessen verhandelt allein. Nach der Tarifeinigung vom 27. März 2026 hat das Innenministerium die Tabellen ab 1. Juli 2026 und ab 1. Oktober 2027 veröffentlicht. In E 13 Stufe 3 steigt das Entgelt zuerst um 3,0 %, dann um 2,8 %.
| ab | Brutto | Netto | Status |
|---|---|---|---|
| 1. August 2025 | 5.285,20 € | 3.195,12 € | vorher |
| 1. Juli 2026 | 5.443,76 € | 3.272,21 € | gilt heute |
| 1. Oktober 2027 | 5.596,19 € | 3.345,76 € | vereinbart, kommt noch |
Nachzahlungen und Stichtage
Wird eine Tarifeinigung erst nach dem Datum der Erhöhung umgesetzt, zahlt der Arbeitgeber die Differenz für die zurückliegenden Monate nach. Für die Lohnsteuer gilt eine solche Nachzahlung in der Regel als sonstiger Bezug, wenn sie Monate eines früheren Kalenderjahres betrifft; sonst wird sie den Monaten zugerechnet, für die sie gezahlt wird. Für die aktuellen Schritte im TV-L und im TV-H stehen die Tabellen schon vor dem Stichtag fest, sodass die Erhöhung mit der regulären Abrechnung des Monats kommt.
Die Erhöhung wirkt auch auf alles, was vom Tabellenentgelt abhängt: die Jahressonderzahlung, den Anteil zur Zusatzversorgung und die Zuschläge, die in Prozent des Entgelts bemessen werden. Wer zum Stichtag die Stufe wechselt, erhält den neuen Betrag der neuen Stufe.
Warum das Netto langsamer steigt als das Brutto
Jede Erhöhung fällt in den Bereich, in dem Ihr persönlicher Grenzsteuersatz gilt, und die Sozialbeiträge wachsen mit. Von einem Plus von hundert Euro brutto bleibt deshalb in mittleren Gruppen oft nur rund die Hälfte netto. Die Tabellen oben rechnen die künftigen Beträge mit den Steuer- und Beitragsregeln von 2026; neue Freibeträge und Beitragssätze ab 2027 sind darin nicht enthalten, weil sie noch nicht feststehen.
Für Beamtinnen und Beamte gelten eigene Anpassungsgesetze, die die Tarifergebnisse oft zeitversetzt übertragen; den Stand je Land zeigt die Seite Besoldungserhöhung. Die vollständigen Tabellen finden Sie bei der TV-L-Entgelttabelle und der TVöD-Entgelttabelle.