Besoldung
Besoldungstabellen 2026: welche gilt wo und seit wann
Bund und Länder zahlen ihre Beamten nach eigenen Gesetzen und eigenen Tabellen. Diese Übersicht zeigt, welche Tabelle heute gilt, wann sie in Kraft trat und was als Nächstes kommt.
Netto im Monat, A 9 Stufe 1, Bund
2.579 €
3.354,26 € brutto · Tabelle ab 1. März 2024
| Grundgehalt A 9, Stufe 1 | 3.354,26 € |
| Lohnsteuer | − 485 € |
| Private Krankenversicherung (Beispielbeitrag) | − 290 € |
| Netto im Monat | 2.579 € |
Noch nicht in Kraft: Anpassung 2025 und 2026 (Übertragung der Tarifeinigung vom 6. April 2025): Gesetzentwurf, noch nicht verkündet.
Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026
Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg
| Ab | Stufe | Brutto | Netto im Monat |
|---|---|---|---|
| 1. Oktober 2026 | 1 | 3.354 € | 2.579 € |
| 1. Oktober 2028 | 2 | 3.457 € | 2.651 € |
| 1. Oktober 2031 | 3 | 3.620 € | 2.763 € |
| 1. Oktober 2034 | 4 | 3.784 € | 2.876 € |
| 1. Oktober 2037 | 5 | 3.947 € | 2.986 € |
| 1. Oktober 2041 | 6 | 4.057 € | 3.060 € |
| 1. Oktober 2045 | 7 | 4.171 € | 3.137 € |
| 1. Oktober 2049 | 8 | 4.283 € | 3.211 € |
Das Grundgehalt steigt nach Erfahrungszeiten von zwei Jahren in der Stufe 1, von jeweils drei Jahren in den Stufen 2 bis 4 und von jeweils vier Jahren in den Stufen 5 bis 7.. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Zeiten ohne Dienstbezüge und Leistungsentscheidungen können den Aufstieg verschieben.
Eine einzige Besoldungstabelle für Deutschland gibt es nicht. Der Bund regelt die Bezüge seiner Beamtinnen und Beamten im Bundesbesoldungsgesetz, jedes Land in einem eigenen Landesbesoldungsgesetz, und die Tabellen unterscheiden sich in Beträgen, Zahl der Stufen und Datum der letzten Erhöhung. Am 20. Oktober 2026 gilt für den Bund noch die Tabelle ab dem 1. März 2024; die Übernahme der Tarifeinigung von 2025 steckt in einem Gesetzentwurf. Bayern hat zum 1. Oktober 2026 erhöht, Hessen zum 1. Juli 2026, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zum 1. April 2026. In der ersten Stufe von A 9 zahlt der Bund 3.354,26 € Grundgehalt, Bayern in seiner ersten belegten Stufe 3.387,91 €. Diese Seite ordnet die sieben Tabellen nebeneinander, die der Rechner heute kennt, nennt ihre Quelle und sagt ausdrücklich, welche zehn Länder noch fehlen. Ein Gesetzentwurf zählt dabei nie als geltende Tabelle.
Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
Die sieben Tabellen, die heute gelten
Jede Zeile führt zu einer eigenen Seite mit der vollständigen Tabelle von A 3 oder der ersten Gruppe des Landes bis A 16, dem Nettobetrag nach PKV und den Regeln für Stufen und Familienzuschlag. „Stufen“ zählt die Erfahrungsstufen, die in der Tabelle mit Beträgen belegt sind.
| Dienstherr | Gesetz | gilt seit | Stufen | Was kommt |
|---|---|---|---|---|
| Bund | Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) | 1. März 2024 | 8 | Gesetzentwurf vom 15. April 2026 |
| Bayern | Bayerisches Besoldungsgesetz (BayBesG) | 1. Oktober 2026 | 10 | keine veröffentlicht |
| Baden-Württemberg | Landesbesoldungsgesetz Baden-Württemberg (LBesGBW) | 1. April 2026 | 10 | keine veröffentlicht |
| Hessen | Hessisches Besoldungsgesetz (HBesG) | 1. Juli 2026 | 7 | beschlossen ab 1. Oktober 2027 |
| Niedersachsen | Niedersächsisches Besoldungsgesetz (NBesG) | 1. April 2026 | 11 | keine veröffentlicht |
| Nordrhein-Westfalen | Landesbesoldungsgesetz NRW (LBesG NRW) | 1. April 2026 | 10 | Gesetzentwurf vom 13. Oktober 2026 |
| Sachsen | Sächsisches Besoldungsgesetz (SächsBesG) | 1. April 2026 | 12 | keine veröffentlicht |
Warum dieselbe Gruppe so verschieden bezahlt wird
Drei Dinge machen den Unterschied. Erstens das Datum der letzten Erhöhung: Ein Land, das im Oktober 2026 angepasst hat, liegt über einem Dienstherrn, dessen gültige Tabelle aus dem März 2024 stammt. Zweitens die Zahl und Länge der Stufen: Der Bund hat acht Stufen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben zwölf Spalten, von denen jede Gruppe nur einen Teil belegt, und Bayern nummeriert seine Stufen ab 2. Drittens die Eingangsstufe: Wo die erste belegte Stufe einer Gruppe höher liegt, beginnt man mit mehr Geld, steigt danach aber in kleineren Schritten.
Wie lange es dauert, von der ersten bis zur letzten Stufe zu kommen, zeigt die folgende Tabelle am Beispiel von A 9. Die Jahre ergeben sich aus den Erfahrungszeiten des jeweiligen Gesetzes oder, wo das Gesetz sie nicht in Zahlen nennt, aus der Tabelle des Landesamts.
| Dienstherr | erste Stufe | Grundgehalt | Endstufe | Grundgehalt | bis zur Endstufe |
|---|---|---|---|---|---|
| Bund | Stufe 1 | 3.354,26 € | Stufe 8 | 4.283,30 € | 23 Jahre |
| Bayern | Stufe 2 | 3.387,91 € | Stufe 10 | 4.223,97 € | 24 Jahre |
| Baden-Württemberg | Stufe 1 | 3.480,07 € | Stufe 9 | 4.342,82 € | 26 Jahre |
| Hessen | Stufe 2 | 3.456,11 € | Stufe 8 | 4.295,01 € | 21 Jahre |
| Niedersachsen | Stufe 2 | 3.281,97 € | Stufe 11 | 4.182,22 € | 26 Jahre |
| Nordrhein-Westfalen | Stufe 3 | 3.438,22 € | Stufe 11 | 4.295,45 € | 24 Jahre |
| Sachsen | Stufe 2 | 3.403,76 € | Stufe 11 | 4.452,28 € | 26 Jahre |
Beschlossen oder nur geplant
Hessen hat mit dem Anpassungsgesetz vom 3. September 2026 schon die Tabelle ab dem 1. Oktober 2027 im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht; sie steht deshalb mit Datum in der Übersicht. Für den Bund liegt seit dem 15. April 2026 ein Gesetzentwurf vor, der die Tarifeinigung für Bundesbeamte übernehmen soll. Nordrhein-Westfalen hat am 13. Oktober 2026 einen Entwurf zur Neuausrichtung der Besoldung vorgestellt. Beides ist noch nicht verkündet, und der Rechner rechnet deshalb mit den Tabellen, die heute gelten. Wer nachrechnen will, was ein Entwurf bringen würde, sollte das Ergebnis als Schätzung behandeln, bis das Gesetz im Gesetzblatt steht: Im Gesetzgebungsverfahren ändern sich Prozentsätze und Termine immer wieder. Mehr auf der Seite Besoldungserhöhung.
Noch nicht abgedeckt
Für Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen zeigen wir noch keine Tabelle. Wer dort verbeamtet ist, kann im Rechner das eigene Grundgehalt nicht wählen; die Abzüge für Lohnsteuer und PKV gelten aber genauso, und die Seite Beamten-Netto mit PKV erklärt die Rechnung. Die Tabellen kommen hinzu, sobald sie aus der Quelle des Landes übernommen und geprüft sind. Bis dahin stehen Grundgehalt und Familienzuschlag auf Ihrer Bezügemitteilung; wer im Rechner einen Dienstherrn mit ähnlichem Grundgehalt wählt, sieht, in welcher Größenordnung Steuern und PKV-Beitrag liegen.
Wie man von einer Stufe in die nächste kommt, beschreibt die Seite Erfahrungsstufen. Das Netto jeder Zelle rechnet der Besoldungsrechner.