Netto, PKV, Stufen

Beihilfe und private Krankenversicherung: wer welchen Teil zahlt

Die Beihilfe übernimmt einen festen Prozentsatz der Krankheitskosten, die private Versicherung den Rest. Wie hoch beide Teile sind und was das für die Besoldung bedeutet, rechnet der Rechner mit.

Sie sind

Bund und sechs Länder; weitere folgen

Beispiel bei 50 % Beihilfe, Alter 35

100 % = Vollzeit

Mehr: Wohnort, Alter, Beihilfe

Kirchensteuersatz

Mietenstufe nach dem Wohngeldgesetz

Für den Beispielbeitrag der PKV

§ 46 BBhV; Länder ähnlich

Netto im Monat, A 11 Stufe 6, Nordrhein-Westfalen

3.375 €

4.533,45 € brutto · Tabelle ab 1. April 2026

Grundgehalt A 11, Stufe 64.533,45 €
Lohnsteuer− 869 €
Private Krankenversicherung (Beispielbeitrag)− 290 €
Netto im Monat3.375 €

Noch nicht in Kraft: Gesetzentwurf zur Neuausrichtung der Besoldung: ab 1. Januar 2027 Grundgehälter + 1,68 % und neue Familienzuschläge, dann + 2 % am 1. März 2027 und + 1 % am 1. Januar 2028.

Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026

Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg

AbStufeBruttoNetto im Monat
1. Oktober 202664.533 €3.375 €
1. Oktober 202974.699 €3.482 €
1. Oktober 203284.809 €3.552 €
1. Oktober 203594.920 €3.623 €
1. Oktober 2039105.032 €3.693 €
1. Oktober 2043115.144 €3.764 €
1. Oktober 2047125.257 €3.834 €

Bis zur 5. Stufe steigt die Erfahrungsstufe alle 2 Jahre, bis zur 9. Stufe alle 3 Jahre und danach alle 4 Jahre bis maximal zur jeweiligen Endstufe.. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Zeiten ohne Dienstbezüge und Leistungsentscheidungen können den Aufstieg verschieben.

So wird gerechnetTabellen in Kraft am 20. Oktober 2026; Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026 des BMF.

Beamtinnen und Beamte sind nicht gesetzlich krankenversichert. Ihr Dienstherr zahlt stattdessen Beihilfe: einen festen Prozentsatz jeder beihilfefähigen Rechnung. Beim Bund regelt § 46 der Bundesbeihilfeverordnung die Sätze. Der Beamte selbst erhält 50 Prozent, mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern 70 Prozent. Ehepartner und Versorgungsempfänger erhalten 70 Prozent, Kinder 80 Prozent. Den Rest versichert eine private Krankenversicherung mit einem Beihilfetarif, der genau die Lücke bis 100 Prozent schließt. Je höher der Beihilfesatz, desto kleiner der Beitrag. In Nordrhein-Westfalen, A 11 Stufe 6, bleiben einem ledigen Beamten mit dem Beispielbeitrag der Continentale bei 50 Prozent Beihilfe 3.374,59 € netto. Würde er 70 Prozent erhalten, wären es nach unserer Skalierung des Beitrags 3.449,73 €. Die Länder haben eigene Beihilfeverordnungen mit ähnlichen, aber nicht immer gleichen Sätzen; maßgeblich ist der Bescheid Ihrer Beihilfestelle. Im Rechner wählen Sie den Satz selbst; mit zwei Kindern schlägt er 70 Prozent vor.

Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

Die Bemessungssätze beim Bund

Die Tabelle gibt die Sätze aus § 46 der Bundesbeihilfeverordnung wieder. Die rechte Spalte ist der Teil, den eine private Versicherung abdecken sollte, damit Rechnungen vollständig erstattet werden.

Bemessungssätze nach § 46 BBhV (Bund). Länder: eigene Beihilfeverordnungen.
PersonBeihilfeRest für die PKV
Beamtin oder Beamter50 %50 %
Beamtin oder Beamter mit zwei oder mehr berücksichtigungsfähigen Kindern70 %30 %
Versorgungsempfänger (Pension)70 %30 %
Ehegatte oder eingetragener Lebenspartner70 %30 %
Kind80 %20 %

Wie sich der Satz im Netto zeigt

Der Verband der Privaten Krankenversicherung erklärt das Prinzip der Beihilfetarife: Der Versicherer erstattet nur den Prozentsatz, den die Beihilfe offen lässt, und kalkuliert den Beitrag entsprechend. Daraus folgt unsere Skalierung: Wir nehmen das Beispiel der Continentale für 50 Prozent und rechnen es für 30 Prozent im Verhältnis 30 zu 50 um. Für Anwärterinnen und Anwärter bis 27 Jahre nehmen wir den eigenen, niedrigeren Anwärterbeitrag.

Nordrhein-Westfalen, A 11 Stufe 6, Grundgehalt 4.533,45 €, ledig, Steuerklasse I, ohne Kirche. PKV: Beispiel der Continentale, für 70 % von uns skaliert.
FallPKV-BeitragLohnsteuerNetto
bis 27 Jahre, 50 % Beihilfe91,13 €939,33 €3.502,99 €
bis 27 Jahre, 70 % Beihilfe54,68 €952,41 €3.526,36 €
ab 28 Jahre, 50 % Beihilfe289,95 €868,91 €3.374,59 €
ab 28 Jahre, 70 % Beihilfe173,97 €909,75 €3.449,73 €

Die Lohnsteuer steigt leicht, wenn der Beitrag sinkt: Der Beitrag zur Basisabsicherung mindert als Vorsorgepauschale das zu versteuernde Einkommen. Ein kleinerer Beitrag heißt deshalb auch eine etwas höhere Steuer. Am Ende bleibt trotzdem mehr übrig.

Drei Dinge, die der Satz nicht verrät

Erstens: Beihilfefähig ist nicht jede Rechnung. Die Verordnungen begrenzen manche Leistungen, etwa bei Zahnersatz, Brillen oder Wahlleistungen im Krankenhaus; was nicht beihilfefähig ist, zahlt die Versicherung nur, wenn der Tarif es einschließt. Zweitens: Die HUK-COBURG nennt als Ab-Beitrag ohne Pflegepflichtversicherung 293 € Euro für einen 30-jährigen Bundesbeamten, also mehr als das Continentale-Beispiel für ein höheres Alter. Beiträge unterscheiden sich zwischen Versicherern erheblich. Drittens: Ändert sich der Satz, etwa mit dem zweiten Kind oder mit der Pension, muss der Tarif angepasst werden; das erledigt nicht die Beihilfestelle, sondern Sie mit Ihrem Versicherer.

Schritt für Schritt zum eigenen Beitrag

Wer vor der Verbeamtung steht, kennt seinen Beitrag meist noch nicht. Dann hilft eine Reihenfolge. Zuerst klären Sie mit der Beihilfestelle Ihres Dienstherrn den Bemessungssatz, der für Sie und für jedes Familienmitglied gilt. Danach holen Sie bei mehreren Versicherern ein Angebot für einen Beihilfetarif ein, der genau den offenen Prozentsatz abdeckt, und vergleichen dabei Selbstbehalt, Leistungen für Zahnersatz und Krankenhaus und die Pflegepflichtversicherung, die immer dazugehört. Schließlich tragen Sie die Summe der Monatsbeiträge in den Rechner ein. Das Netto, das er dann zeigt, ist Ihr Netto, nicht mehr das Beispiel.

Ein Punkt wird oft übersehen: Beamtinnen und Beamte auf Widerruf, also Anwärter, zahlen meist deutlich weniger als später, weil viele Versicherer eigene Ausbildungstarife haben. Das Beispiel der Continentale für Eintrittsalter 24 zeigt das mit 91,13 €. Nach der Ernennung auf Probe wird der Tarif umgestellt, und der Beitrag steigt. Planen Sie das ein, wenn Sie das Netto Ihres ersten Jahres mit dem der Folgejahre vergleichen.

Den Abzug aller Posten bis zum Netto zeigt die Seite Beamte: Netto mit PKV. Die Besoldung in Nordrhein-Westfalen mit Familienzuschlag nach Mietenstufe finden Sie in der Besoldungstabelle NRW.

Was Beschäftigte und Beamte fragen

Wann steigt der Beihilfesatz eines Bundesbeamten auf 70 Prozent?

Nach § 46 Abs. 3 BBhV, sobald zwei oder mehr Kinder im Familienzuschlag berücksichtigungsfähig sind. Der höhere Satz gilt für den Beamten selbst. Fällt das zweite Kind aus dem Familienzuschlag heraus, etwa nach dem Ende der Ausbildung, sinkt der Satz wieder auf 50 Prozent, und der Versicherungsschutz muss rechtzeitig aufgestockt werden.

Welcher Beihilfesatz gilt für Kinder und Ehepartner von Beamten?

Beim Bund 80 Prozent für berücksichtigungsfähige Kinder und 70 Prozent für den berücksichtigungsfähigen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner. Für Ehepartner gilt eine Einkommensgrenze; liegt das eigene Einkommen darüber, gibt es für sie keine Beihilfe. Kinder und Partner brauchen eigene Restkostentarife, deren Beiträge zu Ihrem Beitrag hinzukommen.

Gilt die Bundesbeihilfeverordnung auch für Landesbeamte?

Nein. Jedes Land hat eine eigene Beihilfeverordnung. Viele Länder nutzen ähnliche Sätze wie der Bund, einzelne weichen bei Kindern, Pensionären oder Wahlleistungen ab. Der Rechner bietet 50 und 70 Prozent an, die beim Bund üblichen Sätze für den Beamten selbst. Wenn Ihr Bescheid einen anderen Satz nennt, tragen Sie Ihren eigenen PKV-Beitrag direkt ein.

Was zahlt ein Beamter mit 70 Prozent Beihilfe für die PKV?

Nur den Restkostentarif für 30 Prozent der Kosten. Das veröffentlichte Beispiel der Continentale nennt 289,95 € für 50 Prozent Restkosten bei Eintrittsalter 38. Für 30 Prozent rechnet der Rechner mit drei Fünfteln davon, 173,97 €. Das ist eine Schätzung, kein Tarif; Versicherer kalkulieren den Wechsel oft mit eigenen Zuschlägen.

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Herausgeber von Gehaltsrechnern für den öffentlichen Dienst: TVöD, TV-L, TV-H und Beamtenbesoldung, vom Brutto zum Netto, mit Stufenaufstieg

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Tabellen in Kraft am 20. Oktober 2026, Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026, gelesen am . Gerechnet nach den Tabellen und Sätzen mit den angegebenen Daten; keine Steuer- oder Rechtsberatung.