Besoldungsgruppen

A 9: das erste Amt im gehobenen Dienst

Wer nach einem Bachelor oder einem Vorbereitungsdienst an einer Fachhochschule verbeamtet wird, beginnt meist in A 9. Der Rechner zieht vom Grundgehalt Steuern und Ihre private Krankenversicherung ab.

Sie sind

Bund und sechs Länder; weitere folgen

Beispiel bei 50 % Beihilfe, Alter 35

100 % = Vollzeit

Mehr: Wohnort, Alter, Beihilfe

Kirchensteuersatz

Für den Beispielbeitrag der PKV

§ 46 BBhV; Länder ähnlich

Netto im Monat, A 9 Stufe 1, Bund

2.579 €

3.354,26 € brutto · Tabelle ab 1. März 2024

Grundgehalt A 9, Stufe 13.354,26 €
Lohnsteuer− 485 €
Private Krankenversicherung (Beispielbeitrag)− 290 €
Netto im Monat2.579 €

Noch nicht in Kraft: Anpassung 2025 und 2026 (Übertragung der Tarifeinigung vom 6. April 2025): Gesetzentwurf, noch nicht verkündet.

Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026

Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg

AbStufeBruttoNetto im Monat
1. Oktober 202613.354 €2.579 €
1. Oktober 202823.457 €2.651 €
1. Oktober 203133.620 €2.763 €
1. Oktober 203443.784 €2.876 €
1. Oktober 203753.947 €2.986 €
1. Oktober 204164.057 €3.060 €
1. Oktober 204574.171 €3.137 €
1. Oktober 204984.283 €3.211 €

Das Grundgehalt steigt nach Erfahrungszeiten von zwei Jahren in der Stufe 1, von jeweils drei Jahren in den Stufen 2 bis 4 und von jeweils vier Jahren in den Stufen 5 bis 7.. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Zeiten ohne Dienstbezüge und Leistungsentscheidungen können den Aufstieg verschieben.

So wird gerechnetTabellen in Kraft am 20. Oktober 2026; Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026 des BMF.

A 9 ist im Bund und in den Ländern das Eingangsamt des gehobenen Dienstes, also das erste Amt nach dem Vorbereitungsdienst oder einem passenden Studium. Beim Bund beträgt das Grundgehalt in Stufe 1 3.354,26 € im Monat, so steht es seit dem 1. März 2024 in Anlage IV des Bundesbesoldungsgesetzes. Davon bleiben ledig, in Steuerklasse I und mit einer privaten Krankenversicherung von 289,95 € rund 2.579 € netto; die Lohnsteuer beträgt 485,08 €. Unter den sieben Dienstherren dieser Seite zahlt Niedersachsen zum Einstieg am wenigsten (3.281,97 €) und Baden-Württemberg am meisten (3.480,07 €). Die erste Stufe mit Betrag heißt nicht überall Stufe 1: In Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen trägt sie eine höhere Nummer, weil diese Länder ihre Tabellen anders aufbauen. Sozialversicherung fällt für Beamte nicht an, dafür die Prämie der PKV, die bei jungen Berufsanfängern deutlich niedriger ist als bei einem späten Einstieg.

Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

A 9 bei Bund und Ländern im Vergleich

Die Tabelle zeigt für jeden Dienstherrn, der auf dieser Seite gerechnet wird, die erste und die letzte Stufe mit Betrag. Quellen sind die amtlichen Tabellen, beim Bund Anlage IV BBesG, in Bayern die Grundgehaltssätze des Landesamts für Finanzen ab 1. Oktober 2026, in Sachsen die Tabelle des Landesamts für Steuern und Finanzen.

A 9 im Bund und in sechs Ländern: Grundgehalt ohne Familien- und Ortszuschlag, Netto ledig, Steuerklasse I, ohne Kirche, PKV-Beispiel 289,95 € bei 50 % Beihilfe.
DienstherrTabelle abEinstiegGrundgehaltnettoEndstufeGrundgehaltnetto
Bund1. März 2024Stufe 13.354,26 €2.579,23 €Stufe 84.283,30 €3.210,69 €
Bayern1. Oktober 2026Stufe 23.387,91 €2.602,71 €Stufe 104.223,97 €3.171,44 €
Baden-Württemberg1. April 2026Stufe 13.480,07 €2.666,87 €Stufe 94.342,82 €3.249,96 €
Hessen1. Juli 2026Stufe 23.456,11 €2.650,16 €Stufe 84.295,01 €3.218,40 €
Niedersachsen1. April 2026Stufe 23.281,97 €2.528,61 €Stufe 114.182,22 €3.143,77 €
Nordrhein-Westfalen1. April 2026Stufe 33.438,22 €2.637,77 €Stufe 114.295,45 €3.218,75 €
Sachsen1. April 2026Stufe 23.403,76 €2.613,73 €Stufe 114.452,28 €3.321,67 €

Warum die Stufen nicht vergleichbar sind

Eine Stufe 2 in Bayern ist nicht dasselbe wie eine Stufe 2 beim Bund. Bayern zählt seine Stufen anders und lässt A 9 mit Stufe 2 beginnen; in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen hat die Tabelle zwölf Spalten, von denen A 9 nur einen Teil nutzt. Vergleichen lassen sich deshalb nur der Einstiegsbetrag, der Endbetrag und die Zahl der Jahre dazwischen. Für die Jahre selbst gibt es eine eigene Seite zu den Erfahrungsstufen.

Das Netto im ersten Amt hängt an der Krankenversicherung

Für Tarifbeschäftigte ohne Kinder gehen vom Brutto 21,45 % Sozialabgaben ab. Wer in A 9 verbeamtet wird, zahlt keine Renten-, Arbeitslosen- oder gesetzliche Krankenversicherung, sondern schließt eine private Krankenversicherung ab, die den Teil der Kosten deckt, den die Beihilfe nicht trägt. Wie hoch die Prämie ist, entscheidet vor allem das Alter beim Eintritt. Die Continentale veröffentlicht zwei Beispiele, die der Rechner verwendet, wenn Sie nichts eintragen.

Rechnet man A 9 Stufe 1 beim Bund mit dem Beispiel für Eintrittsalter 24, bleiben 2.717,38 € netto, mit dem Beispiel für Eintrittsalter 38 nur 2.579,23 €. Das jüngere Beispiel ist ein Anwärtertarif; nach der Ernennung kann die Prämie steigen, und die Zahl auf Ihrem Versicherungsschein ist immer genauer. Die Lohnsteuer sinkt mit der höheren Prämie von 545,75 € auf 485,08 €, weil der Beitrag als Vorsorgeaufwand zählt; die Prämie selbst geht aber voll vom Netto ab. Der PKV-Verband beschreibt die Logik dahinter: Die Versicherung deckt nur den Anteil, den die Beihilfe nicht zahlt, bei 50 Prozent Beihilfe also die Hälfte der Kosten.

Vom Vorbereitungsdienst in das Amt

Während des Vorbereitungsdienstes erhalten Anwärterinnen und Anwärter Anwärterbezüge, nicht das Grundgehalt aus A 9; diese Beträge rechnet diese Seite nicht. Mit der Ernennung auf Probe gilt dann die Tabelle. Beim Bund setzt § 27 BBesG mit der ersten Ernennung Stufe 1 fest, soweit nicht nach § 28 BBesG Erfahrungszeiten anerkannt werden, etwa eine einschlägige Berufstätigkeit vor der Verbeamtung. Bei einer Ernennung zum 1. Oktober 2026 kommt Stufe 2 nach zwei Jahren; das genaue Datum zeigt der Stufenplan im Rechner.

Bund: Anpassung noch nicht verkündet

Für Bundesbeamte gilt im Gesetz weiterhin die Tabelle ab dem 1. März 2024. Anpassung 2025 und 2026 (Übertragung der Tarifeinigung vom 6. April 2025): Gesetzentwurf, noch nicht verkündet. Sobald das Gesetz im Bundesgesetzblatt steht, ersetzt die neue Tabelle die Beträge dieser Seite.

Wer in A 9 Stufe 1 anfängt und die erste Beförderung im Blick hat, findet den Unterschied auf der Seite A 10. Wie viel Beihilfe und Prämie sich mit Kindern verschieben, erklärt PKV und Beihilfe.

Was Beschäftigte und Beamte fragen

Wie viel PKV zahlt ein Beamter in A 9 am Anfang?

Das hängt vom Eintrittsalter und vom Tarif ab. Die Continentale nennt für einen Anwärter mit Eintrittsalter 24 in Nordrhein-Westfalen, mit 50 Prozent Beihilfe und ohne Selbstbeteiligung, 91,13 € im Monat einschließlich Pflegepflichtversicherung. Wer erst mit 38 Jahren eintritt, zahlt im Beispiel desselben Versicherers 289,95 €. Ihre eigene Prämie tragen Sie im Rechner ein.

Wie lange dauert es in A 9 bis zur Endstufe?

Beim Bund vergehen von Stufe 1 bis Stufe 8 nach § 27 BBesG 23 Jahre: zwei Jahre in Stufe 1, je drei in den Stufen 2 bis 4, je vier in den Stufen 5 bis 7. In den Ländern sind die Laufzeiten und die Zahl der Stufen anders. Wer vorher einschlägig gearbeitet hat, kann mit einer höheren Stufe beginnen.

Bekomme ich in A 9 mit Kindern mehr Geld?

Ja, über den Familienzuschlag, der zum Grundgehalt hinzukommt. Beim Bund sind es für Verheiratete 171,28 € im Monat, für das erste und zweite Kind je 146,38 €. Beim Bund steigt ab zwei Kindern außerdem die Beihilfe nach § 46 BBhV auf 70 Prozent, und die eigene PKV-Prämie sinkt entsprechend. Beides rechnet der Rechner mit.

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Herausgeber von Gehaltsrechnern für den öffentlichen Dienst: TVöD, TV-L, TV-H und Beamtenbesoldung, vom Brutto zum Netto, mit Stufenaufstieg

Tabellen geprüft am · Redaktionsgrundsätze · Kontakt

Tabellen in Kraft am 20. Oktober 2026, Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026, gelesen am . Gerechnet nach den Tabellen und Sätzen mit den angegebenen Daten; keine Steuer- oder Rechtsberatung.