Besoldungsgruppen

A 14: hohe Stufen, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer

In A 14 erreichen die Grundgehälter Beträge, bei denen der Solidaritätszuschlag wieder anfällt. Der Rechner ist auf Hessen eingestellt und zeigt Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer einzeln.

Sie sind

Bund und sechs Länder; weitere folgen

Beispiel bei 50 % Beihilfe, Alter 35

100 % = Vollzeit

Mehr: Wohnort, Alter, Beihilfe

Kirchensteuersatz

Für den Beispielbeitrag der PKV

§ 46 BBhV; Länder ähnlich

Netto im Monat, A 14 Stufe 2, Hessen

4.105 €

5.700,05 € brutto · Tabelle ab 1. Juli 2026

Grundgehalt A 14, Stufe 25.700,05 €
Lohnsteuer− 1.306 €
Private Krankenversicherung (Beispielbeitrag)− 290 €
Netto im Monat4.105 €

Veröffentlicht für 1. Oktober 2027: 5.859,65 € brutto in dieser Stufe.

Stufenaufstieg ab 20. Oktober 2026

Einstellung, Ernennung oder letzter Stufenaufstieg

AbStufeBruttoNetto im Monat
1. Oktober 202625.700 €4.105 €
1. Oktober 202936.211 €4.407 €
1. Oktober 203246.560 €4.609 €
1. Oktober 203556.800 €4.740 €
1. Oktober 203967.043 €4.869 €
1. Oktober 204377.283 €4.996 €
1. Oktober 204787.526 €5.125 €

HBesVAnpG 2026/2027: In § 28 Abs. 3 wird die Angabe „von zwei Jahren in der Stufe 1,“ gestrichen; Stufe 1 entfällt ab 1. Januar 2026. Aus der amtlichen Tabelle abgelesen, nicht aus dem Gesetzestext. * Beträge nach der heute geltenden Tabelle: für dieses Datum ist noch keine Tabelle veröffentlicht. Zeiten ohne Dienstbezüge und Leistungsentscheidungen können den Aufstieg verschieben.

So wird gerechnetTabellen in Kraft am 20. Oktober 2026; Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026 des BMF.

A 14 ist im höheren Dienst das erste Beförderungsamt nach dem Eingangsamt A 13. In Hessen bringt die Endstufe 8 seit dem 1. Juli 2026 7.320,65 € Grundgehalt im Monat. Bei einer ledigen Beamtin in Steuerklasse I mit Kirchensteuer und einer PKV von 289,95 € gehen davon 1.980,50 € Lohnsteuer, 33,87 € Solidaritätszuschlag und 178,24 € Kirchensteuer ab; netto bleiben 4.838,09 €. Der Solidaritätszuschlag fällt seit 2021 nur noch oberhalb einer Freigrenze an und steigt danach in einer Milderungszone allmählich an; in A 14 liegen die hohen Stufen ledig in genau diesem Bereich. In Steuerklasse III fällt er dagegen auch in der Endstufe nicht an, weil die Lohnsteuer dort unter der Freigrenze bleibt. Die Kirchensteuer zahlen Kirchenmitglieder in jeder Stufe. Hessen hat seine nächste Tabelle bereits verkündet: Ab dem 1. Oktober 2027 beträgt A 14 Stufe 8 7.525,63 €.

Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir

A 14 bei sieben Dienstherren

A 14: Grundgehalt, Netto ledig, Steuerklasse I, ohne Kirche, PKV-Beispiel 289,95 €.
DienstherrTabelle abEinstiegGrundgehaltnettoEndstufeGrundgehaltnetto
Bund1. März 2024Stufe 15.183,60 €3.788,40 €Stufe 86.972,92 €4.831,97 €
Bayern1. Oktober 2026Stufe 55.771,02 €4.147,24 €Stufe 116.998,59 €4.845,61 €
Baden-Württemberg1. April 2026Stufe 35.652,72 €4.076,11 €Stufe 107.211,94 €4.958,63 €
Hessen1. Juli 2026Stufe 25.700,05 €4.104,60 €Stufe 87.320,65 €5.016,33 €
Niedersachsen1. April 2026Stufe 45.183,35 €3.788,24 €Stufe 126.980,82 €4.836,15 €
Nordrhein-Westfalen1. April 2026Stufe 55.530,75 €4.002,22 €Stufe 127.035,03 €4.864,90 €
Sachsen1. April 2026Stufe 35.051,56 €3.705,78 €Stufe 127.364,07 €5.039,33 €

Die Endstufe mit allen Steuern

In der Endstufe von A 14 ist die Lohnsteuer der größte Abzug. Die Tabelle zerlegt sie für jede Tabelle in ihre drei Teile. Gerechnet ist eine ledige Beamtin mit Kirchenmitgliedschaft; die Lohnsteuer folgt dem Programmablaufplan 2026, die Kirchensteuersätze der Länder hat der Lohnsteuerrechner des Bundesfinanzministeriums bestätigt.

A 14 Endstufe, ledig, Steuerklasse I, mit Kirchensteuer (8 % in Bayern und Baden-Württemberg, 9 % sonst), PKV-Beispiel 289,95 €.
DienstherrStufeGrundgehaltLohnsteuerSoliKirchensteuerNetto
BundStufe 86.972,92 €1.834,50 €16,50 €165,10 €4.666,87 €
BayernStufe 116.998,59 €1.845,25 €17,78 €147,62 €4.697,99 €
Baden-WürttembergStufe 107.211,94 €1.934,91 €28,45 €154,79 €4.803,84 €
HessenStufe 87.320,65 €1.980,50 €33,87 €178,24 €4.838,09 €
NiedersachsenStufe 126.980,82 €1.837,83 €16,89 €165,40 €4.670,75 €
Nordrhein-WestfalenStufe 127.035,03 €1.860,58 €19,60 €167,45 €4.697,45 €
SachsenStufe 127.364,07 €1.998,75 €36,04 €179,88 €4.859,45 €

Der Solidaritätszuschlag beträgt zwar 5,5 Prozent der Lohnsteuer, wird aber erst oberhalb einer Freigrenze erhoben und wächst dahinter langsam bis zum vollen Satz. Deshalb sind die Beträge in A 14 noch klein und unterscheiden sich zwischen den Ländern stark: Ein paar hundert Euro mehr Grundgehalt verschieben den Soli überproportional. Die Kirchensteuer bemisst sich nach § 51a EStG an der Lohnsteuer, die sich mit Kinderfreibeträgen ergäbe; Eltern zahlen deshalb weniger Kirchensteuer, auch wenn ihre Lohnsteuer gleich bleibt.

Wie viel von einer Stufe mehr übrig bleibt

Beim Bund liegen in A 14 zwischen zwei Stufen 214 € bis 311 €; die großen Schritte kommen am Anfang, die kleinen am Ende. Weil die PKV-Prämie gleich bleibt, kommen alle Abzüge dieses Zuwachses aus der Steuer. Beim Bund bringt der Schritt von Stufe 7 nach Stufe 8 215,19 € brutto; ledig mit Kirchensteuer bleiben davon 105,87 €, weil gleichzeitig Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer steigen. Der Anteil, der netto ankommt, liegt damit bei 49 %. Mit Steuerklasse III und zwei Kindern wäre er höher, weil die Lohnsteuer langsamer wächst und der Soli ausbleibt. Für die Planung heißt das: Eine höhere Stufe lohnt sich immer, aber in den letzten Jahren vor der Endstufe kommt netto nur etwa die Hälfte des Zuwachses an. Wer zusätzlich Teilzeit erwägt, sieht im Rechner umgekehrt, dass weniger Stunden netto weniger kosten, als das Brutto vermuten lässt.

Hessen: Tabelle ab Oktober 2027 schon verkündet

Hessen hat mit dem Gesetz zur Anpassung der Besoldung und Versorgung 2026/2027 vom 3. September 2026 nicht nur die Tabelle ab dem 1. Juli 2026 festgelegt, sondern auch die Beträge ab dem 1. Oktober 2027. Die Anlagen des Gesetzes enthalten beide Tabellen. Die Erhöhung ist damit kein Versprechen, sondern geltendes Recht mit späterem Stichtag; der Rechner nimmt die neue Tabelle automatisch, wenn ein Stufenaufstieg in die Zeit danach fällt.

Hessen, A 14, Grundgehalt in Euro im Monat.
Stufeab 1. Juli 2026ab 1. Oktober 2027Plus
Stufe 25.700,05 €5.859,65 €159,60 €
Stufe 36.042,07 €6.211,25 €169,18 €
Stufe 46.381,14 €6.559,81 €178,67 €
Stufe 56.614,57 €6.799,78 €185,21 €
Stufe 66.850,87 €7.042,69 €191,82 €
Stufe 77.084,28 €7.282,64 €198,36 €
Stufe 87.320,65 €7.525,63 €204,98 €

Seit dem 1. Januar 2026 gibt es in Hessen keine Stufe 1 mehr; A 14 beginnt mit Stufe 2. Wer seine Stufe, das Datum der letzten Höherstufung und seine Steuerklasse einträgt, sieht im Stufenplan, wie sich Stufe und Tabelle in den nächsten Jahren überlagern. Weitere Länder und ihre Anpassungen stehen auf der Seite Besoldungserhöhung, die Fristen der Stufen auf der Seite Erfahrungsstufen.

Was Beschäftigte und Beamte fragen

Ab wann zahlt ein Beamter in A 14 Solidaritätszuschlag?

Das hängt von der Lohnsteuer ab, nicht direkt vom Gehalt. Ledig in Steuerklasse I fällt in A 14 beim Bund in Stufe 1 noch kein Soli an (0,00 €), in der Endstufe 8 sind es 16,50 € im Monat. Mit Steuerklasse III bleibt A 14 auch in der Endstufe ohne Soli: 0,00 €.

Wie hoch ist die Kirchensteuer in A 14?

Die Kirchensteuer beträgt 9 Prozent der Lohnsteuer, in Bayern und Baden-Württemberg 8 Prozent, wobei Kinderfreibeträge die Bemessungsgrundlage nach § 51a EStG mindern, auch wenn die Lohnsteuer selbst nicht sinkt. In Sachsen sind das in A 14 Stufe 12 bei einer ledigen Beamtin 179,88 € im Monat, in Bayern in der Endstufe 147,62 €.

Welches Land zahlt in A 14 am meisten?

Unter den sieben Dienstherren dieser Seite hat Sachsen die höchste Endstufe mit 7.364,07 €. Der Einstieg liegt dort aber bei 5.051,56 €, und die Zahl der Jahre bis zur Endstufe unterscheidet sich stark. Für ein ganzes Berufsleben zählt deshalb die Summe über alle Stufen, nicht der letzte Betrag.

Als Nächstes nachrechnen

Tabellen, Tarifverträge und Gesetze hinter dieser Seite

Herausgegeben von

Herausgeber von Gehaltsrechnern für den öffentlichen Dienst: TVöD, TV-L, TV-H und Beamtenbesoldung, vom Brutto zum Netto, mit Stufenaufstieg

Tabellen geprüft am · Redaktionsgrundsätze · Kontakt

Tabellen in Kraft am 20. Oktober 2026, Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026, gelesen am . Gerechnet nach den Tabellen und Sätzen mit den angegebenen Daten; keine Steuer- oder Rechtsberatung.